16. Juni 2026

Queere Menschen und Kommunalpolitik im Dialog: Wilhelmshaven

Mit ‚Plan‘ queere Kommunalpolitik gestalten

Wie kann Wilhelmshaven in Zukunft noch vielfältiger, offener und lebenswerter für queere Menschen werden? Welche Angebote werden gebraucht? Wo gibt es bereits gute Ansätze – und wo besteht noch Handlungsbedarf?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Queere Menschen und Kommunalpolitik im Dialog“, zu der queere Menschen, Interessierte sowie Vertreter*innen der demokratischen Parteien herzlich eingeladen sind.

Im September werden in Wilhelmshaven ein neuer Stadtrat und ein neue*r Oberbürgermeister*in gewählt. Die gewählten Vertreter*innen werden in den kommenden Jahren wichtige Entscheidungen treffen, die das Leben vieler Menschen in unserer Stadt beeinflussen – auch das von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen.

Doch wie kann Kommunalpolitik konkret dazu beitragen, dass queere Menschen sich in Wilhelmshaven sicher, sichtbar und willkommen fühlen? Welche Angebote und Strukturen braucht es vor Ort? Welche Ideen hat die Community – und welche Möglichkeiten sieht die Politik?

Im Vorfeld der Veranstaltung haben sich Menschen aus der queeren Community in der Aids-Hilfe Wilhelmshaven getroffen, um ihre Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen zusammenzutragen. Dabei wurden zahlreiche Themen benannt: von Sichtbarkeit und Aufklärung über sichere Begegnungsorte bis hin zu Beratungsangeboten, kulturellen Veranstaltungen und einer stärkeren Berücksichtigung queerer Lebensrealitäten in kommunalen Entscheidungen.

Diese Perspektiven werden zu Beginn des Abends vorgestellt. Im Anschluss erhalten Vertreter*innen der demokratischen Parteien die Möglichkeit, Stellung zu beziehen, ihre Vorstellungen darzulegen und gemeinsam mit den Teilnehmenden in einen offenen Austausch zu treten.

Ziel der Veranstaltung ist ein konstruktiver und respektvoller Dialog, der sowohl die Chancen als auch die Grenzen kommunalpolitischen Handelns in den Blick nimmt. Denn eine vielfältige und demokratische Stadtgesellschaft lebt davon, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, unterschiedliche Perspektiven gehört werden und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird.

Die Moderation übernimmt Thomas Wilde, Bildungsreferent beim Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB) mit dem Schwerpunkt „queer“. Er begleitet seit vielen Jahren die Entwicklung queerer Kommunalpolitik in Niedersachsen und bringt seine umfangreichen Erfahrungen in die Diskussion ein.

Hintergrund

Bereits vor zwölf Jahren startete das Land Niedersachsen eine Kampagne zur Förderung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Ziel war es unter anderem, Kommunen stärker in die Verantwortung zu nehmen und queere Themen vor Ort sichtbarer zu machen. Eine landesweite Befragung queerer Menschen zeigte auf, welche Bedarfe und Erwartungen insbesondere auf kommunaler Ebene bestehen.

Auch wenn die damaligen Fördermittel inzwischen reduziert wurden und Kommunen selbst keine entsprechenden Landesmittel beantragen können, besteht weiterhin die Möglichkeit, über das Queere Netzwerk Niedersachsen (QNN) Projekte und Angebote zu unterstützen, die queere Menschen vor Ort stärken und begleiten.

Die Veranstaltung möchte dazu beitragen, diese Möglichkeiten sichtbar zu machen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie queere Teilhabe in Wilhelmshaven nachhaltig gefördert werden kann.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen, Fragen zu stellen und ihre Perspektiven einzubringen.


Termin: Freitag, 19. Juni 2026

Veranstaltungsort:
Wintergarten des Hotel Home
Börsenstraße 78–80
26382 Wilhelmshaven

Teilnahme:
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Aufgrund begrenzter Plätze wird um vorherige Anmeldung gebeten.

Barrierefreiheit:
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

Kontakt für Rückfragen und die Anmeldung:
Thomas Wilde
E-Mail: thomas.wilde@vnb.de

Ermöglicht wird „Mit ‚Plan‘ queere Kommunalpolitik starten“ durch die Kooperation des VNB mit der
Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen und dem Queeren Netzwerk Niedersachsen.

Gefördert aus Mitteln des Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung.